Sadomasochie


Sadomasochie

Wenn die Rede von SM ist, und dabei wird BD vorerst ausgeschlossen, dann führt kein Weg an Richard von Krafft-Ebing vorbei. Bei Richard von Krafft-Ebing liegt der Ursprung der Begriffe Sadismus und Masochismus, die erstmals von ihm verwendet wurden und bis heute verwendet werden.

Sadismus - Sadist - sadistisch - Marquis de Sade
Masochismus - Masochist - masochistisch - Leopold von Sacher-Masoch

Die von Krafft-Ebing eingeführten Begriffe sind pathologische Begriffe. Diese Begriffe wurden allgemein übernommen, womit auch nicht-pathologische Fälle, denen diese Begriffe und Eigenschaften zugewiesen werden, in der Bedeutung der Begriffe als pathologisch gelten. Es existiert keine nicht-pathologische Variante dieser Begriffe mit Verwendung selbiger Wörter, weil dies nicht möglich ist. Auch mittels einer Definitionsmacht ist die ursprüngliche Bedeutung der Wörter in der Sprache nicht zu ändern, da die Macht der Definition nicht so weit reicht. Jegliche diesbezügliche Bemühungen sind vergebens. Pathologische Begriffe können nicht entpathologisiert werden. Wenn dann können Menschen und Personen, denen pathologisierte Begriffe und Eigenschaften zugewiesen wurden, entpathologisiert werden, indem diese von ihnen abgewiesen werden. Was weiterhin nicht möglich ist, dass nicht-pathologische Begriffe pathologisiert werden können. Das betrifft unter anderem den Begriff Homosexualität. Dieser Begriff ist frei von Pathologisierung und kann auch nicht pathologisiert werden. Jegliche Bemühungen schlagen fehl. Der pathologische Begriff für Homosexualität wäre Homosexualismus. Jegliche Sexualität ist etwas völlig normales. Sexualismus wäre die von der Normalität abweichende Variante von Sexualität. Das verhält sich ähnlich wie Sozialität zu Sozialismus. Ismen folgen einem Ideal. Alles andere verhält sich völlig normal, eben divers, oder auch pervers, jedoch nie allgemeingültig ideal.

Dabei zu beachten ist der Bezug der Begriffe zur Grammatik. Das kann vernachlässigt werden, doch dann kann auch gleich die gesamte Grammatik vernachlässigt werden. Dazu hier und jetzt ein kleiner Abschweif in die Grammatik bezüglich Genus, Sexus und Gender. Begriffe, die grammatikalisch maskulin sind, haben den Artikel "der" und nehmen in ihrer ursprünglichen Bedeutung Bezug auf (der körperliche) »Mensch«. Grammatikalisch feminine Begriffe haben den Artikel "die" und nehmen in ihrer ursprünglichen Bedeutung Bezug auf (die geistige) »Person«. Sowohl (der) »Mensch« als auch (die) »Person« nehmen keinerlei Bezug auf Sexus, also das biologische Geschlecht. Nur Gender reduziert und trennt Menschen sowie Personen anhand ihres biologischen Geschlechtsorgans, um damit Macht zu generieren: divide et impera. Der grammatikalische Begriff »maskulin« nimmt über die Begriffe "Mann" (Mensch) und "Muskel" Bezug auf "Körper". Der grammatikalische Begriff »feminin« nimmt über die Begriffe "Frau", "Weib" und "Fron" Bezug auf "Geist". Körper und Geist. Als Metaebene wird im Deutschen der grammatikalische Begriff »sächlich« als Neutrum im Bezug zum Begriff "Sache" im Sinne von uneindeutig mit dem Artikel "das" verwendet, wobei "die" Sache an sich schon grammatikalisch feminin ist. Das ist so zu verstehen, weil "die" Sprache und selbst "die" Körpersprache an sich schon "feminin" sind. Grammatikalisch »maskulin« sind Sachen, die im allgemeinen Verständnis "greifbar" (Körper) sind. Grammatikalisch »maskulin« sind Sachen, die im allgemeinen Verständnis "begreifbar" (Geist) sind.

Soweit bekannt verwendete Krafft-Ebing folgende Begriffe:
Der Sadismus (grammatikalisch maskulin).
Der Sadist (grammatikalisch maskulin).
sadistisch (Eigenschaftswort).
Der Masochismus (grammatikalisch maskulin).
Der Masochist (grammatikalisch maskulin).
masochistisch (Eigenschaftswort).

Begriffe mit "der" *ist nehmen Bezug auf einen Körper, hier also einen Menschen und nicht eine Person, im speziellen Marquis de Sade und Leopold von Sacher-Masoch als (körperliche) Menschen und nicht (geistige) Personen.

Bei den von Krafft-Ebing verwendeten Begriffen handelt es sich um Begriffe aus dem Spektrum der Ismen. Ein *ismus ist sowas wie eine Liste von Anforderungen. Dazu passend ist ein *ist, der diese Anforderungen nicht nur erfüllt oder erfüllen will, sondern diese an andere Menschen/Personen setzt, indem diese Anderen sich die dazu passenden Eigenschaften *istisch aneignen müssen/sollen/wollen. Schlimmstenfalls will ein *ist seinen Ismus generell und allgemein durchsetzen, so dass alle Menschen und Personen ebensolche *isten werden wie er. Für einen nicht inhaltlichen Vergleich ohne Andeutung einer Relativierung seien folgende weitere Ismen zu erwähnen: Sozialismus, Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Kommunismus und Faschismus nehmen als lateinisch "commūnis" (gemeinsam) und lateinisch "fascis" (gebunden) in ihrer ursprünglichen Bedeutung beide Bezug auf "Geist" im Sinne einer geistigen "Bande", wie in der Religion. Mit Ismen lassen sich wunderbar die Köpfe der Leute verdrehen. In diese Kategorie bezüglich Ismen fällt auch Sadismus und Masochismus mit dazu passenden Sadisten und Masochisten sowie den Eigenschaften sadistisch und masochistisch. Diese Begriffe stammen allerdings nicht aus dem Sprektrum der Politik und sind somit nicht politisch, sondern aus dem Spektrum der Pathologie (»Pathos« von "leiden" und »Logos« von "denken") und sind somit pathologisch. Dass dank Krafft-Ebing zumindest zwei Ismen pathologisch sind, ist schon eine Meisterleistung der medizinischen Wissenschaft. Wobei zu beachten ist, dass der Begriff »Pathos« soviel wie "Leid" bedeutet und im Sinne von »wechselwirkend« zu verstehen ist. Das Antonym dazu ist die Apathie (nicht wechselwirkend). Nicht alle Ismen sind zugleich politisch oder pathologisch, was mit dem Begriff Egoismus deutlich wird. Hingegen sind alle Ismen ideologisch. Ein "Ego" ("Ich") ist jeder Person eigen, jedoch ist damit nicht jede Person ein Egoist mit entsprechender Ideologie, sondern manchmal einfach nur ein (der) Egozentriker als Mensch. Die mythologische Figur Narzis ist an sich noch kein Narzist, sondern wird erst zu einem, indem sie einer Ideologie – dem nach ihr benannten Narzismus – verfällt, und als solche irgendwann später pathologisiert wurde. In dieser Sichtweise bleibt die Bedeutung vom Begriff »Organismus« fraglich. Die unideologische Version davon wäre »Organisation«. Da der Begriff allerdings aus der Pathologie stammt, aus der die medizinische Wissenschaft hervorging, wurde er an einen Ismus im Sinne von "Verbund" angelehnt, also dass die Organe in einem "geistigen Band" einer Ideologie verfallen sind und keines dieser autonom ist. Der Begriff »Ideologie« bedeutet soviel wie "ideales Denken", das in einer »Idee« begründet und somit an diese "gebunden" (fascis) ist.

Mittels sadomasochistischer Vereinigungen versuchen Leute seit vielen Jahren die Begriffe Sadismus / Sadist / sadistisch sowie Masochismus / Masochist / masochistisch von ihrem Ursprung der Pathologie zu trennen um sich die Definitionsmacht der Begriffe anzueignen. Sie versuchen das Unmögliche zu ermöglichen, indem pathologische Begriffe entpathologisiert werden sollen. Dies wäre zwar an sich möglich, doch nur indem die Begriffe von einem »Logos« zu einem anderen wechseln. Es ist allerdings unmöglich für an einen »Logos« gebundenen Begriff Autonomie zu beanspruchen, indem die Schreibweise desselben beibehalten wird. Soweit reicht die Definitionsmacht von Begriffen dann doch nicht, weil eine Definition die ursprüngliche Bedeutung von Begriffen nicht berührt. Die ursprüngliche Bedeutung von Begriffen in der Sprache ist unantastbar und unveränderbar. Das liegt darin begründet, weil das Sprachzentrum im Gehirn dem Bewusstsein nicht zugänglich ist. Das Sprachzentrum und somit die Sprache ist vor Manipulation geschützt.

Eine einfach verständliche Erklärung des Thema ist anhand des Begriffs »Neusprech« möglich. Das neue Gelb ist jetzt Blau! Das neue Sozialität ist jetzt Sozialismus! Das neue Homosexualität ist jetzt Homosexualismus! Das neue Sadomasochismus ist jetzt nicht-pathologisch! Dass dies ein Selbstbetrug ist, ist wohl hoffentlich jedem klar.

Die hier zum Thema stehenden Begriffe können nur damit entpathologisiert werden, indem statt dieser gleichbedeutende Begriffe verwendet werden, die in ihrer ursprünglichen Bedeutung nicht einem »Logos« (Geist) zu Grunde liegen, sondern einer »Valeo« (Fähigkeit). An dieser Stelle sei erwähnt, dass hier keine "Übersetzungen" von Begriffen verwendet werden, sondern "Bedeutungen", im Speziellen ursprüngliche Bedeutungen in der Sprache. Die unlogischen Begriffe von Sadismus / Sadist / sadistisch sowie Masochismus / Masochist / masochistisch sind Sadie oder Sadur / Sadier oder Sadeur / sadisch oder sadurisch sowie Masochie oder Masochur / Masochier oder Masocheur / masochisch oder masochurisch. Zwischen den jeweils beiden Versionen besteht einerseits ein ästhetischer Aspekt, der allerdings in die Irre leiten kann, und andererseits wiederum ein in der Sprache ursprünglicher Aspekt. Bei den Begriffen Sadie / Sadier / sadisch sowie Masochie / Masochier / masochisch liegt die Bedeutung in der Wechselwirkung innerhalb der Beteiligung sowie der Beteiligten. Bei den Begriffen Sadur / Sadeur / sadurisch sowie Masochur / Masocheur / masochurisch liegt die Bedeutung in einer Auswirkung, die von denen ausgeht, denen diese Begriffe zugeschrieben werden. Die Sadie und Masochie ist ein Akt, der in seiner ursprünglichen Bedeutung einen Bezug auf »geistig« im Sinne von "Vorstellung" (Kopfkino, Theateraufführung, Performance, Sex) nimmt. Ein Sadier und Masochier ist ein an diesem Akt beteiligter Körper, zum Beispiel ein Mensch, der innerhalb des Aktes wechselwirkt. Die Wörter sadisch und masochisch sind die dem Akt und den Körpern zugewiesene Eigenschaften. Aktiv oder passiv steht hier außen vor. Es geht bei der Sache rein um die Wechselwirkung. Die Sadur und Masur ist ebenso ein Akt, mit einem kleinen Unterschied zur Sadie und Masochie. Ein Sadeur und Masocheur ist ebenso ein beteiligter Körper, der allerdings innerhalb des Aktes nicht wechselwirkt, sondern nur auf alle anderen Beteiligten einwirkt ohne selbst wechselzuwirken. Sadeur und Masocheur sind auf Auswirkung begrenzt. Ein Sadeur kann zum Beispiel ein Mensch sein, der ein Foltergerät apathisch an einem Körper benutzt. Ein Masocheur kann ein Mensch sein, der Folter apathisch erträgt. Ein Sadeur oder Masocheur kann auch ein nicht lebendiger Körper sein, auf den innerhalb des Aktes nicht eingewirkt wird, sondern dessen Beteiligung allein in seiner Auswirkung oder dem Einwirken auf diesen liegt, wie ein eigenständig wirkendes Foltergerät oder eine Folterpuppe. Bei all diesen Begriffen liegt die Bedeutung in der Wechselwirkung oder einseitigen Auswirkung oder Einwirkung. Damit unterscheiden die Bedeutung dieser neuen Begriffe sich wesentlich von den Bedeutungen der herkömmlichen Begriffe, bei denen nur eine Zuweisung von allgemein gültigen Anforderungen und Eigenschaften stattfindet. Die neuen Begriffe unterliegen keiner Allgemeingültigkeit, sondern sind individuell. Ein jeder entscheidet selbst über die Verwendung der Begriffe. Was dem einen sadisch oder sadurisch vorkommt, kann für einen anderen ganz normal sein. Wenn sich jemand Masochier nennt, dann gilt diese Benennung nur für ihn. Es benötigt keinerlei Bestätigung durch andere. Die Verwendung der neuen Begriffe ist keine Entpathologisierung, sondern eine Befreiung! Mache dir keine fremde Scheiße zu eigen.

Selbiges gilt ebenso für die Begriffe Feminismus / Feminist / feministisch und Maskulinismus / Maskulinist (auch Machos genannt) / maskulinistisch. Für diese Begriffe bestehen die neuen Begriffe Feminie (Femininie) / Feminier (Femininier) / feminin und Maskulinie / Maskulinier / maskulin. Dabei steht einem jedem offen, ob er die Ästhetisierung mittels Kürzung von Femininisms zu Feminisum / Femininist zu Feminist / femininistisch zu feministisch bei den neuen Begriffen übernimmt.

Gender wird grundlegend abgelehnt. Mit Gender werden Menschen und Personen auf ihr biologisches Sexualorgan oder ihr soziales Sexualempfinden reduziert und nach diesem getrennt. Dabei stehen jeweils zur 2 Möglichkeiten zur Auswahl – entweder männlich oder weiblich. Mittels Gender wird der Wortschatz nur scheinbar erweitert. Bei genauerer Betrachtung gehen mit Gender Hinweise zu den ursprünglichen Bedeutungen der Begriffe in der Sprache, die im grammatikalischen Genus übermittelt werden, verloren. Stattdessen wird der Genus durch den Sexus zwangsersetzt. Gender ist nichts weiter als ignorante Ästhetik. Gender ignoriert, ob ein Begriff Bezug auf einen Körper (zB biologischer Mensch), oder auf einen Geist (zB soziale Person) nimmt. Die Unterscheidung von Körper und Geist wird mit Gender zerstört. Stattdessen wird zwischen dem biologischen Sexualorgan oder dem sozialen Sexualempfinden unterschieden. Gender ist Sexismus.

Körper und Geist sind untrennbar und dennoch nicht eins. Einem Jeden sind sowohl maskuline als auch feminine Eigenschaften eigen. Die Individuen unterscheiden sich nur darin, welches von beiden bei ihnen überwiegt. Ebenso ist es bei den Eigenschaften sadisch und masochisch. Nur sogenannte "Psychopathen" (Apathen), die apathisch sind, sind entweder reine Sadeure oder Masocheure.

Vorwärts mit der Sadomasochie!

Antworten auf die obige Annonce erbeten an:
Sadomasochie
Alter 18-48 Jahre.
Wohnhaft in Berlin.

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